Die Geschichte des Überlinger Rehgeheges

„Das  Überlinger Rehgehege als Vorläufer des heutigen Damhirschgeheges gibt es seit dem 13. Juni 1957. An diesem Tag wurde die erste Rehgeiß eingesetzt, die aus einem anderen Gehege kam. Betreut wurde das Gehege mit viel Liebe und hohem Zeitaufwand vom damaligen Feldhüter Julius Häusler. Nachdem Herr Häusler altershalber die Tiere nicht mehr betreuen konnte, wurde schnell klar, dass das Rehwild nicht mehr länger zu halten war. Eine artgerechte Äsungsbereitstellung ist sehr zeitaufwändig und die Anfälligkeit für Krankheiten bei falscher Fütterung sehr hoch.

Daher entschloss sich die Stadt Überlingen Ende der 80er Jahre, das Gehege mit Damwild zu besetzen, das sehr pflegeleicht und anspruchslos ist. Für die fachliche Betreuung ist Stadtförster Rolf Geiger zuständig, der sich seit 1985 um die Hirsche kümmert, die gesund und sehr zutraulich sind. Die Fütterung - 3mal wöchentlich - wird seither von den Mitarbeitern der Stadtgärtnerei vorgenommen, ebenso alle übrigen Arbeiten im Gehege.

Im Jahr 2011 beschloss die Stadt Überlingen das Gehege aus finanziellen Gründen zu schließen. Daraufhin kam es zu Protesten aus der Bevölkerung und Raimund Wilhelmi organisierte ein Treffen engagierter Überlinger, die mit festen Spendenzusagen und der Einrichtung eines Spendenkontos den Erhalt des Geheges sichern wollten. Von der Oberbürgermeisterin Sabine Becker liegt ein Schreiben vom 8.07.2011 mit der Bestätigung vor, dass die Stadt bei einem Spendenaufkommen von 7.000,00 Euro pro Jahr das Gehege weiter betreiben wird. Die Stadt hofft, dass nach einem Zeitraum von 3 Jahren die Finanzlage die dauerhafte Weiterführung zulässt.

Bei einer Zusammenkunft der Spender und Spenderinnen im September 2011 entstand der Wunsch, einen Verein zu gründen, der die Interessen der Schützer des Rehgeheges gegenüber der Stadt vertreten kann. Und so war bereits am 20.07.2012 die Gründungssitzung des „Vereins zur Erhaltung des Rehgeheges“, in der alle teilnehmenden Personen den Antrag auf Mitgliedschaft unterschreiben konnten.

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